{"id":158,"date":"2010-08-15T16:59:05","date_gmt":"2010-08-15T16:59:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/?p=158"},"modified":"2014-07-16T21:51:48","modified_gmt":"2014-07-16T21:51:48","slug":"independence-day","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/?p=158","title":{"rendered":"Independence Day"},"content":{"rendered":"<p>Happy Independence Day. Schon der zweite dieses Jahr, den ich mitfeiern darf.<\/p>\n<p>Um auf diesen Tag eingestimmt zu werden, wurden heute Morgen kleine Anstecker in den indischen Nationalfarben verteilt.<\/p>\n<p>Aber fangen wir mal Vorne an. Mittlerweile haben wir ein paar Seminartage hinter uns. Das ganze l\u00e4uft hier ganz ruhig ab und es kommt mir fast wie Urlaub vor.<\/p>\n<p>Die erste Seminareinheit beginnt um 10Uhr, wobei Fabien und ich ganz geschickt immer bis 9:45 Uhr schlafen. Fr\u00fchst\u00fcck hei\u00dft dann: indischer Kaffee zum Wachwerden. Somit schaffen wir es dennoch jeden Morgen p\u00fcnktlich zur Einheit zu erscheinen. \u00a0Aber auch deshalb weil wir meistens ein paar Minuten sp\u00e4ter anfangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essensraum.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-155\" title=\"Fireflies-Essensraum\" src=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essensraum.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"720\" srcset=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essensraum.jpg 800w, http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essensraum-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essensraum-682x1024.jpg 682w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In den einzelnen Einheiten wurden unterschiedliche Themen behandelt. So gab es einen Sprachkurs in Kannada, die Sprache meines Bundeslandes Karnataka. Ich finde diese Sprache erstmal wahnsinnig kompliziert. Herleiten aus anderen Sprachen klappt nicht, also hei\u00dft es auswendig lernen. Jedoch bin ich ein Typ, der f\u00fcrs Auswendiglernen Ruhe ben\u00f6tigt und bei 30 Seminarteilnehmern kommt man eher selten zur Ruhe. Also kann ich mich eher schlecht als recht in Kannada ausdr\u00fccken. Wobei geschrieben und gesprochen noch einmal v\u00f6llig andere Welten sind.\u00a0 F\u00fcr unser Freiwilligenjahr haben wir ein kleines Kannada Dictionary bekommen und k\u00f6nnen uns somit die meisten W\u00f6rter selber beibringen. Ich bin also zuversichtlich, dass man zumindest die basics bald drauf hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Kannada-lesson.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-157\" title=\"Fireflies-Kannada-lesson\" src=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Kannada-lesson.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"320\" srcset=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Kannada-lesson.jpg 800w, http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Kannada-lesson-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Weiter ging es mit einer Einheit, die ich wahnsinnig interessant fand: \u201eCulture Dialogue\u201c<\/p>\n<p>Die Inder sind wahnsinnig h\u00f6fliche Menschen und sagen einem lieber eine falsche Antwort als gar keine Antwort parat zu haben. So sind zwei Seminarteilnehmer fast verzweifelt, als sie nach dem Joggen versucht haben, Inder nach dem richten Weg zur\u00fcck ins Camp zu fragen. Jeder hat eine andere Richtung angezeigt. F\u00fcr die Inder bedeutet dies, dass sie trotz falscher Information jemand helfen konnten. F\u00fcr uns Europ\u00e4er ist es einfach nur befremdlich weil man nicht an sein Ziel kommt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem haben die Inder ein anderes Zeitgef\u00fchl. So gibt es bei uns Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bei den Indern gibt es nat\u00fcrlich auch die Gegenwart, allerdings wird Zukunft und Vergangenheit zusammen gelegt.\u00a0 Zeit ist f\u00fcr uns Europ\u00e4er eine Linie, f\u00fcr Inder jedoch ein Kreis.\u00a0 Ganz nach dem Prinzip: Komm ich heut nicht, komm ich morgen. Wir sollten uns also darauf einstellen, dass einige Verabredungen mit Indern nicht zustande kommen weil sie denken, dass sie ja auch noch am n\u00e4chsten Tag kommen k\u00f6nnen.\u00a0 Total verr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sind bei uns Ja und Nein klar definiert. Hier in Indien k\u00f6nnte ein Ja wirklich Ja hei\u00dfen aber auch vielleicht und besonders verwirrend Nein. Je\u00a0 nachdem welche Bedeutung dieses Ja jetzt hat, sollte man doch bitte aus der Aussprache raus h\u00f6ren. Ach und Nein kann nat\u00fcrlich auch Ja bedeuteten.<\/p>\n<p>Die Inder sind einfach zu h\u00f6flich gegen\u00fcber anderen Menschen. So haben die indischen Teamer sich nicht getraut zu sagen, dass wir doch bitte p\u00fcnktlich nach den tea breaks zur\u00fcckkehren sollen. \u00a0Man vergisst hier n\u00e4mlich v\u00f6llig das Zeitgef\u00fchl. Erst nachdem Georg sich erbarmt hat und als Signal f\u00fcr das Ende der Pause den Gong der Glocke eingef\u00fchrt hat, klappt es, dass wir alle p\u00fcnktlich zur\u00fcck sind.<\/p>\n<p>Das indische Essen war f\u00fcr mich so ein Schreckensgespenst. Alle redeten von Curry und unglaublicher Sch\u00e4rfe. Nun gut, jetzt sind wir hier. Das Essen ist nat\u00fcrlich scharf. Aber v\u00f6llig im Rahmen, einige munkeln es handelt sich um Sch\u00e4rfe, die auf unseren Gaumen abgestimmt ist. Ich bin gespannt was uns in unseren host-projects erwartet. Gegessen wir aus Metalbeh\u00e4ltern, auf diese l\u00e4dt man sich die unterschiedlichen Reissorten und So\u00dfen. Dazu gibt es Chapati, eine Art Fladenbrot.\u00a0 Gem\u00fcse gibt es auch immer dazu. Abends sogar richtig leckere Mini-Bananen. Dank Fabians Tipp k\u00f6nnen wir daraus jetzt mit dem Jogurt und ein bisschen Zucker richtig leckeren Bananen-Jogurt zaubern. Ach ja und es gibt hier wirklich zu jeder Tageszeit Reis und gegessen wird mit den H\u00e4nden. Ne riesige Sauerei aber es macht wahnsinnig Spa\u00df und klappt von Mahl zu Mahl besser.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essen.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-154\" title=\"Fireflies-Essen\" src=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essen.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"720\" srcset=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essen.jpg 800w, http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essen-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-Essen-682x1024.jpg 682w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zwischen den Seminareinheiten gibt es dann tea breaks, in denen man entweder den indischen Kaffee oder halt den indischen Tee trinken kann. Der indische Kaffee hat es jedoch in sich. \u00a0Also lieber den halben Metallbecher voll Milch f\u00fcllen und ein Schuss Kaffee dr\u00fcber. Aber den tea trinkt man hier auch mit ganz viel Milch. Dazu gibt\u2019s dann immer einen kleinen Snack. Also eigentlich hat man das Gef\u00fchl man ist hier nur am Essen. J<\/p>\n<p>Gegen Abend haben wir dann folk dance lesson. Wir haben also die letzen Abende einen indischen Tanz einstudiert. Total witzige Sache allerdings wurde eines Abends der Schocker gebracht, dass wir das ganze vorf\u00fchren d\u00fcrfen. Das Geheimnis wurde dann heute gel\u00fcftet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-folkdance.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-156\" title=\"Fireflies-folkdance\" src=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-folkdance.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"320\" srcset=\"http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-folkdance.jpg 800w, http:\/\/www.patrickglandorf.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Fireflies-folkdance-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erstmal geht\u2019s morgen nach Bangalore City zum Police Office um unsere offizielle registration permit zu erhalten, ein Bestandteil des indischen Visums. Eigentlich h\u00e4tte man auch noch den AIDS Test in einem indischen Krankenhaus machen m\u00fcssen, allerdings machen wir dass einfach nicht, wie uns mitgeteilt wurde. Scheint ja auch so zu klappen.<\/p>\n<p>Nach der Registration haben wir dann Zeit um uns in Bangalore umzugucken und nach festlicher Kleidung \u00a0f\u00fcr den Abend zu gucken. Allerdings in kleinen Gruppe unter der Betreuung von je 2 Indern, sodass wir bei Gesch\u00e4ften nicht \u00fcbers Ohr gehauen werden.<\/p>\n<p>Gegen 18 Uhr f\u00fchren wir dann unseren folk dance auf. Au\u00dferdem \u00a0haben wir erfahren, dass wir zu dieser Feierlichkeit \u00a0doch bitte etwas aus unserem Heimatland vorf\u00fchren sollen. Also haben wir uns mit ein paar Leuten zusammengetan und werden jetzt ein paar deutsche Lieder zum Besten geben. Witzig ist, dass\u00a0 uns dieser Programmpunkt heute, einen Abend vorher, mitgeteilt wurde. Viel Zeit zum Proben bleibt also nicht.<\/p>\n<p>Ich bin mal gespannt, was das morgen gibt. F\u00fcr die Registration stell ich mich auf lange Wartezeiten ein aber auf das Shoppen freu ich mich schon sehr.\u00a0 Hemden und Hosen f\u00fcr ein paar Euro mitzunehmen ist doch der Hammer.<\/p>\n<p>Den Vechtaranern w\u00fcnsch ich morgen einen sch\u00f6nen Stoppelmarkts-Montag. Ich bin in Gedanken bei euch und freue mich aufs n\u00e4chste Jahr.<\/p>\n<p>P.S. Bangalore ist \u00fcbrigens die Stadt mit dem h\u00f6chsten Bier Konsum in ganz Indien, da bin ich mit Mysore wohl in der falschen Stadt gelandet\u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Happy Independence Day. Schon der zweite dieses Jahr, den ich mitfeiern darf. Um auf diesen Tag eingestimmt zu werden, wurden heute Morgen kleine Anstecker in den indischen Nationalfarben verteilt. Aber fangen wir mal Vorne an. Mittlerweile haben wir ein paar Seminartage hinter uns. 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